„Wir wollen keine Mitglieder, sondern Mitmacher.“ so Tobias Henschke.
Weinheim 12.07.26 : Was als privater Familieneinsatz begann, entwickelte sich zu einer Hilfsinitiative, die heute viele Menschen in Weinheim bewegt. Tobias Henschke berichtet, wie eine Reise mit der humanitären Organisation Global Aid Network sein Leben und das seiner Familie nachhaltig geprägt hat.
Hilfe beginnt im Wohnzimmer
Die Familie nahm an einer sogenannten „Reise mit Herz“ teil einem Programm, das Begegnungen mit Projektländern, Hilfsbedürftigen und lokalen Organisationen ermöglicht. Dort verteilten sie Hilfsgüter, die zuvor in Deutschland gesammelt und verpackt worden waren. Die Einsätze führten sie direkt zu Familien, deren Lebensumstände oft als menschenunwürdig beschrieben wurden. Das Global Aid Network begann deshalb, zusätzlich kleine Renovierungsarbeiten durchzuführen, um den Menschen vor Ort neue Hoffnung zu geben. Für Henschke, selbst Handwerker, war diese Arbeit besonders prägend. Er renovierte eine kleine Wohnung und erlebte, wie stark die Wirkung selbst kleiner Verbesserungen sein kann. Die Dankbarkeit der Menschen vor Ort machte ihm bewusst, wie viel ein überschaubarer Einsatz verändern kann.
Weinheim wächst zusammen
Während der Corona‑Zeit konnten zentrale Sammelstellen nicht mehr öffnen. Die Familie entschied selbst aktiv zu werden und Hilfsgüter in Weinheim zu sammeln. Über WhatsApp‑Gruppen entstand schnell ein Netzwerk engagierter Menschen. Viele Weinheimer stellten Spenden vor die Haustür, suchten das Gespräch und boten Unterstützung an. Aus dieser Dynamik heraus entstand ein Verein, der bewusst auf klassische Mitgliedschaften verzichtet und stattdessen auf „Mitmacher“ setzt Menschen, die sich flexibel einbringen möchten, sei es beim Sortieren, beim Transport oder beim Containerbau. Die wachsende Beteiligung zeigte schnell, dass die Initiative einen Nerv traf: Henschke spricht davon, dass die Weinheimer „ein großes Herz dafür haben“, wenn es darum geht, Menschen in Not zu unterstützen.
Aktuell arbeitet der Verein am fünften Containerprojekt. Ein Seecontainer wird zu Wohnraum ausgebaut und nach Lettland transportiert, zu einer Familie, die nach dem Tod der Mutter in Armut geraten ist. Die Partnerorganisation vor Ort kennt die Situation gut und wählt gezielt Familien aus, für die ein solches Projekt sinnvoll ist. Der Container erhält ein Badezimmer, ein Kinderzimmer und einen Durchgang zum bestehenden Haus. Da eine Hauswand einsturzgefährdet ist, dient der Container zugleich als Stütze und Basis für eine neue Dachkonstruktion.
Henschke spricht davon, dass die Weinheimer „ein großes Herz dafür haben“, wenn es darum geht, Menschen in Not zu unterstützen.
Gemeinsam ein Zuhause schaffen
Nicht immer ist ein Haus vorhanden, das ergänzt werden kann. In manchen Fällen wie im Vorjahr in Moldawien entsteht der gesamte Wohnraum erst durch den Container. Verschiedene Vereine arbeiten dann zusammen, teilen Kosten und Zeit und schaffen gemeinsam ein neues Zuhause. Die Projekte werden vollständig durch Spenden getragen. Privatpersonen und Firmen aus Weinheim beteiligen sich regelmäßig, sowohl finanziell als auch mit Materialspenden oder Rabatten. Ein Containerprojekt kostet durchschnittlich zwischen 15.000 und 18.000 Euro. Ein wichtiger Schritt war die Bereitstellung der Turnhalle als Sammelstelle, wodurch die Arbeit professionalisiert und ausgeweitet werden konnte. Wöchentlich werden dort Hilfsgüter sortiert und für Transporte vorbereitet. Auch die Nutzung eines öffentlichen Parkplatzes für den Containerbau erleichtert die Umsetzung der Projekte erheblich.
Von Schülern bis Rentnern, von Firmen bis Vereinen zahlreiche Weinheimer engagieren sich. Die Initiative dokumentiert ihre Projekte auf Instagram, Facebook und YouTube. Der aktuelle Container wird bald beladen und macht sich anschließend auf den Weg nach Lettland. Vor Ort wird er innerhalb einer Woche installiert, mit dem bestehenden Gebäude verbunden und, wenn möglich, durch weitere Renovierungen ergänzt.

Ausbauprojekt schenkt Stabilität
Aktuell arbeitet der Verein am fünften Containerprojekt. Ein Seecontainer wird zu Wohnraum ausgebaut und nach Lettland transportiert, zu einer Familie, die nach dem Tod der Mutter in Armut geraten ist. Die Partnerorganisation vor Ort kennt die Situation gut und wählt gezielt Familien aus, für die ein solches Projekt sinnvoll ist. Der Container erhält ein Badezimmer, ein Kinderzimmer und einen Durchgang zum bestehenden Haus. Da eine Hauswand einsturzgefährdet ist, dient der Container zugleich als Stütze und Basis für eine neue Dachkonstruktion.
Die Idee hinter dem Namen
Der Name That’s Whynheim ist eine bewusste Wortschöpfung der Gründer Tobias Henschke, Jutta Grabner und Petra Carocci‑Büchner, die den Verein am 02.03.2021 ins Leben gerufen haben. Er verbindet den Namen der Stadt mit dem englischen „why“ dem inneren Grund zu handeln. Gemeint ist ein Weinheim, in dem Menschen helfen, weil sie ein persönliches Warum haben. Der Name steht damit für eine Haltung: Engagement aus Überzeugung und ein Mitmach‑Projekt, das von vielen getragen wird.




