Kreativität verbindet: Kunst-Sommer lockt über 50 Teilnehmer nach Weinheim
Mit einem abwechslungsreichen Workshop-Angebot hat der Kunstförderverein Weinheim e.V. sein 40-jähriges Bestehen auf besondere Weise gefeiert. Der erstmals veranstaltete Kunst-Sommer am 18. und 19. Juli 2026 begeisterte mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und stieß bereits im Vorfeld auf großes Interesse – nahezu alle neun Workshops waren ausgebucht.
Das Jubiläumsprojekt richtete sich an Vereinsmitglieder, Bürgerinnen und Bürger aus Weinheim sowie Kunstinteressierte aus der gesamten Region. Ziel war es, Menschen für die Kunst zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst kreativ zu werden.
Vielfältige Workshops mit erfahrenen Künstlern
In den Räumen der Volkshochschule Badische Bergstraße erwartete die Besucher ein breit gefächertes Programm. Fotokünstler Robert Bühler führte mit eindrucksvollen Bilderschauen in die Welt der künstlerischen Fotografie ein. Sabine Pflugfelder-Lenz zeigte beim experimentellen Drucken mit Fahrradschläuchen, wie aus recycelten Materialien außergewöhnliche Kunstwerke entstehen können.
Beim beliebten Urban Sketching erkundeten die Teilnehmenden gemeinsam mit Ksenia Hajdari den Hermannshof und die Weinheimer Altstadt mit Skizzenblock und Stift. Darüber hinaus standen Workshops zur Acrylmalerei mit Nooshin Razavi Salim sowie zur Aquarellmalerei mit Natalia Pohoyda auf dem Programm.
Kreative Einblicke auch außerhalb der Volkshochschule
Nicht alle Workshops fanden in den Räumen der Volkshochschule statt. Bildhauerin Eva Hestermann-Beierle öffnete ihre Werkstatt in Schriesheim und ermöglichte den Gästen praktische Einblicke in die Holzbildhauerei. In Heiligkreuz lud Jutta Nolting zu ersten Erfahrungen mit Ton und Keramik ein.
Möglich wurde das Wochenende auch durch die Unterstützung der Leiterin der Volkshochschule Badische Bergstraße, Dr. Cristina Ricca, die die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellte. Mitarbeiter Hendrik Lund begleitete die Veranstaltung organisatorisch. Zusätzlich unterstützte der Johannes Gerstäcker Verlag den Kunst-Sommer mit umfangreichem Zeichen-, Druck- und Malmaterial.
Begeisterte Teilnehmer und positive Resonanz
Die Rückmeldungen der Besucher fielen durchweg positiv aus. Besonders gelobt wurden die professionelle Betreuung, die angenehme Atmosphäre und die Möglichkeit, unterschiedliche Kunsttechniken kennenzulernen.
Auch die Workshopleiter zeigten sich begeistert. Robert Bühler freute sich über intensive Gespräche nach seinen Bildpräsentationen und die positive Resonanz auf seine Kombination aus Fotografie und Musik. Sabine Pflugfelder-Lenz sprach von einem „vollen Erfolg“, nachdem sogar mehr Teilnehmer als ursprünglich geplant ihren Druckworkshop besuchten.
Eva Hestermann-Beierle berichtete von der großen Begeisterung ihrer Gäste. Ein Teilnehmer war von der Arbeit mit Holz so fasziniert, dass er sich direkt nach weiteren Kursangeboten erkundigte. Ksenia Hajdari hob besonders die inspirierende Verbindung von Theorie und Praxis beim Zeichnen im historischen Stadtbild Weinheims hervor.
Spenden für die Offenen Ateliers 2027
Neben vielen kreativen Eindrücken brachte das Wochenende auch einen finanziellen Erfolg. Rund 400 Euro an Spenden kamen zusammen. Der Kunstförderverein wird die Einnahmen für die Finanzierung der Offenen Ateliers 2027 verwenden.
Schatzmeisterin Anke Berger zog ein rundum positives Fazit: Der erste Kunst-Sommer sei hervorragend angenommen worden und biete eine ideale Grundlage für zukünftige Veranstaltungen.
Ausstellung noch bis Mitte August zu sehen
Wer die entstandenen Werke und Arbeiten der Workshop-Leiter noch entdecken möchte, hat dazu weiterhin Gelegenheit. Die Ausstellung in der Volkshochschule Badische Bergstraße ist noch bis zum 13. August 2026 geöffnet.
Nach dem gelungenen Auftakt spricht vieles dafür, dass der Kunst-Sommer künftig fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Weinheim werden könnte. Mit seinem gelungenen Mix aus Mitmachen, Begegnung und künstlerischer Vielfalt hat das Jubiläumsprojekt eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig die Kunstszene der Zweiburgenstadt ist.




