Fairer OB-Wahlkampf in Weinheim

Fünf Kandidierende setzen gemeinsames Zeichen

Weinheim. Der Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt in Weinheim nimmt Fahrt auf – und startet mit einem ungewöhnlich geschlossenen Signal: Alle fünf Kandidierenden haben sich öffentlich zu einem fairen und respektvollen Wettbewerb bekannt. Vor dem historischen Rathaus setzten sie damit ein Zeichen für demokratische Kultur in der Zweiburgenstadt.

Gemeinsamer Auftritt vor dem Weinheimer Rathaus

Am Sonntag, 22. Februar 2026, trafen sich die Bewerberinnen und Bewerber um das Oberbürgermeisteramt zu einem gemeinsamen Termin vor dem historischen Rathaus. Ziel war ein klares Bekenntnis: Trotz politischer Unterschiede soll der OB-Wahlkampf in Weinheim sachlich und respektvoll geführt werden.

Bereits im Vorfeld hatten Wolfram Bernhardt und Michael Möslang angekündigt, auf persönliche Angriffe verzichten zu wollen. Nun schlossen sich auch die weiteren Kandidierenden dem Fair-Play-Gedanken an.

Kandidierende betonen demokratische Verantwortung

Die fünf Bewerberinnen und Bewerber machten deutlich, dass sie den Wahlkampf nicht als persönlichen Schlagabtausch verstehen, sondern als Wettbewerb um Ideen für die Zukunft der Stadt.

Wolfram Bernhardt erklärte, ihn treibe der Wunsch an, Weinheim verantwortungsvoll in die Zukunft zu führen. Ein fairer Umgang sei die Grundlage für Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik.

Michael Möslang betonte, es gehe um die besten Ideen und nicht um persönliche Angriffe. Sein Ziel sei es, gemeinsam mit der Stadtgesellschaft konstruktive Lösungen für die Herausforderungen Weinheims zu entwickeln.

Auch Alexandra Kriegel stellte das Miteinander in den Mittelpunkt. Die Stadt lebe vom Engagement ihrer Menschen, Brücken zu bauen und Perspektiven zusammenzuführen sei nur in einem fairen Umgang möglich. Die in Weinheim lebende Kandidatin, kennt die Bedürfnisse der Bevölkerung und hofft auf eine große Beteiligung.

Carsten Labudda hob hervor, dass er Weinheim sozial, nachhaltig und zukunftsfähig gestalten wolle. Respekt und Transparenz seien für ihn unverzichtbare Grundlagen.

Marcel Fieger unterstrich, er kandidiere nicht gegen jemanden, sondern für Weinheim – die Stadt, in der er aufgewachsen ist. Ein fairer Wahlkampf stehe für ihn klar im Vordergrund.

Zeichen für politische Kultur in Weinheim

Mit dem gemeinsamen Auftritt setzen die Kandidierenden ein deutliches Signal für die politische Kultur in Weinheim. Gerade in Zeiten zunehmend polarisierter Debatten sei ein respektvoller Umgang im Wahlkampf ein wichtiges Zeichen für demokratische Stabilität auf kommunaler Ebene.

Der OB-Wahlkampf dürfte in den kommenden Wochen an Intensität gewinnen – etwa durch Podiumsdiskussionen, Bürgerversammlungen und programmatische Schwerpunkte der Kandidierenden.

Aufruf zur Beteiligung an der OB-Wahl

Zum Abschluss ihres gemeinsamen Auftritts riefen alle fünf Kandidierenden die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiv am Wahlprozess zu beteiligen. Die Teilnahme an der Wahl sei ein zentraler Baustein demokratischer Mitbestimmung in der Stadt. Der erste Wahltermin wird am Sonntag, 3. Mai, gewählt. Für einen möglichen zweiten Wahlgang steht der Sonntag, 17. Mai, zur Verfügung.

Die Oberbürgermeisterwahl in Weinheim wird damit nicht nur zu einem politischen Richtungsentscheid, sondern auch zu einem Test für die demokratische Streitkultur vor Ort.