Von Jugend, Kunst und Gemeinschaft getragen
In der Weinheimer Rosenanlage, dort wo im Sommer ein Meer aus Farben blüht, wächst derzeit ein Projekt, das weit über seinen Standort hinausstrahlen soll. „Calling for Peace“ – so lautet der Name des geplanten Friedensdenkmals, das die Bürgerstiftung Weinheim im kommenden Jahr realisieren möchte. Ein Kunstwerk, das nicht nur den öffentlichen Raum bereichert, sondern die Frage stellt, die unsere Zeit am dringendsten beantworten muss: Was bedeutet Frieden für uns – heute, hier, gemeinsam?
Ein Kunstprojekt, das den Stimmen der Jugend Raum gibt
Die Bürgerstiftung Weinheim feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen – und möchte der Stadt ein besonderes Geschenk machen: ein Friedensdenkmal, das sich sichtbar in die Stadtlandschaft einschreibt und gleichzeitig hörbar macht, was die junge Generation über Frieden denkt, hofft und fordert.
Die Karlsruher Künstlerin Stefanie Welk, bekannt durch die Skulptur „Sphera“ am Alten Friedhof, wurde von einer Jury ausgewählt, das Werk zu gestalten. Geplant ist eine offene Edelstahlkugel mit einem Durchmesser von rund 2,5 Metern – Symbol für Einheit, Transparenz und die Fragilität des Friedens.
Begleitet wird die Entstehung von etwa 20 politisch und künstlerisch engagierten Jugendlichen. In Gesprächsrunden, Schreibwerkstätten und einem Poetry Slam entwickeln sie Inhalte, aus denen später Edelstahl-Schriftbänder entstehen. Diese Botschaften werden die Kugel formen – ein Manifest der jungen Generation, festgehalten in Metall und doch voller Lebendigkeit.
„Ein Manifest der jungen Generation für Frieden und Hoffnung“, so beschreiben Gudrun Aisenbrey und Jürgen Osuchowski aus dem Vorstand der Bürgerstiftung die Idee.
Ein Ort der Stille – und des Erinnerns
Die Skulptur soll auf dem Rasen der Rosenanlage an der Freudenbergstraße platziert werden. Umgeben von einem Kreis aus Rosen, entsteht ein Ort, der zum Innehalten einlädt – ein Platz, der Fragen stellt, bevor man sie bewusst formuliert:
Wie wollen wir künftig zusammenleben? Welche Verantwortung tragen wir für unsere gemeinsame Heimat?
Langfristig soll das Kunstwerk darüber hinaus der Ausgangspunkt eines „Pfades der Erinnerung“ werden, der zu zentralen historischen Orten Weinheims führt. Darunter das Mahnmal im Stadtgarten oder das Kriegerdenkmal in der Bahnhofstraße. Auf diese Weise verbindet das Projekt aktuelle Friedensarbeit mit dem historischen Gedächtnis der Stadt.

Ein gemeinschaftliches Vorhaben – und ein Spendenaufruf
Damit „Calling for Peace“ Gestalt annehmen kann, ruft die Bürgerstiftung Weinheim die Bürgerschaft, Unternehmen und Institutionen zum Mitwirken auf. Rund 30.000 Euro werden benötigt, um die Skulptur und die begleitenden Jugendprojekte zu realisieren.
Die Finanzierung soll – wie das Friedensdenkmal selbst – ein Gemeinschaftswerk werden.
Denn Frieden ist keine abstrakte Idee. Er entsteht dort, wo Menschen gemeinsam handeln.
Spendenkonto der Bürgerstiftung Weinheim
IBAN: DE64 6709 2300 0003 7770 06
BIC: GENODE61WNM
Verwendungszweck: Friedensplastik




