Nach der Sanierung der Schlosspark-Volière ist alles bereit für die bunten Vögel.
Es gibt Orte, die eine Stadt leuchten lassen – nicht wegen ihrer Größe oder ihres Glanzes, sondern wegen der Erinnerungen, die sie in den Menschen wecken. Die Volière im Weinheimer Schlosspark ist genau so ein Ort. Ein Stück Kindheit, ein Ort des Staunens, ein kleines Refugium mitten im Grünen. Und nun, nach einer sorgfältigen Sanierung, steht sie wieder da: still, bereit – und ein wenig leer. Denn jetzt fehlen nur noch die Vögel.
Ein Zuhause, das auf seine Bewohner wartet
Der Winter hat Weinheim fest im Griff, und während der Schlosspark in gedämpften Farben ruht, glänzt die frisch erneuerte Schlosspark-Volière wie ein Versprechen. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen: Der Gartenbaubetrieb Kaschel hat den Boden komplett neu aufgebaut, luft- und wasserdurchlässige Lochbleche eingezogen und alles mit frischem Sand bedeckt. Ein Schutzschild gegen Ungeziefer – und eine deutliche Verbesserung für die zukünftigen Bewohner.
Jürgen Eck vom Weinheimer Bauhof, ein Mann mit Leidenschaft für Zier- und Käfigvögel, hat die Feinarbeiten übernommen. Neue Teiche, liebevoll angelegte Grünflächen – es ist mehr als eine Sanierung. Es ist ein kleines Kunstwerk der Fürsorge.
Die Vögel genießen noch ihren „Winterurlaub“
Noch fehlen die vertrauten Stimmen: das Zwitschern der Sittiche, das Rascheln der Rebhühner, das fröhliche Treiben der kleinen Entenfamilien.
Der Grund dafür ist ein ganz pragmatischer – und ein liebevoller. Wegen der noch nicht vollständig ausgestandenen Vogelgrippe und der winterlichen Temperaturen bleiben die Tiere vorerst im Lampertheimer Vogelpark, wo sie sich nach Aussage von Jürgen Eck „sehr wohl“ fühlen.
Wer die Tiere kennt, weiß: Sie reisen nicht gerne, wenn es kalt ist. Und so wartet Weinheim – geduldig, aber nicht ohne Sehnsucht.
Frühjahr: Ein Wiedersehen voller Emotionen
Wenn die Luft wieder klar ist, wenn die Sonne den Schlosspark erwärmt, dann wird es so weit sein.
Die Vögel kehren zurück.
Für viele Weinheimer Kinder – und Erwachsene – wird es ein besonderer Moment. Ein Stück Normalität, ein Stück Heimat kehrt zurück in die Stadt.
Die Volière steht bereit. Sauber, sicher, schöner als je zuvor. Doch erst mit den Vögeln wird sie wieder lebendig. Erst ihr Zwitschern macht aus einem Gebäude einen Ort der Freude.






