Fiaccolata 2026 an der Bergstraße

DRK Weinheim trägt die Fackel der Menschlichkeit weiter

Rotes Kreuz erinnert mit Fahrradtour an die Ursprünge der internationalen Rotkreuzbewegung

Die traditionsreiche Fiaccolata macht auch 2026 Station an der Bergstraße. Mit einer rund 45 Kilometer langen Fahrradtour durch mehrere Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises setzt der DRK-Ortsverein Weinheim am 9. Juni ein sichtbares Zeichen für Menschlichkeit, Solidarität und Hoffnung. Die symbolische Fackel erinnert an die Entstehung der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und verbindet Menschen über Ländergrenzen hinweg.

Was ist die Fiaccolata?

Die Fiaccolata ist ein jährlich stattfindender Fackellauf des Italienischen Roten Kreuzes. Seit 1992 wird rund um den Jahrestag der Schlacht von Solferino an die Ereignisse des 24. Juni 1859 erinnert. Nach der verheerenden Schlacht wurden tausende Verwundete nach Castiglione delle Stiviere gebracht, wo sie von den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt sowie dem zufällig anwesenden Henry Dunant versorgt wurden.

Die Erfahrungen Dunants führten später zur Gründung der internationalen Rotkreuzbewegung. Mit der Fiaccolata werden bis heute die humanitären Werte des Roten Kreuzes lebendig gehalten und an die Bedeutung von Menschlichkeit in Krisenzeiten erinnert.

Fiaccolata in Baden-Württemberg: Zwölf Kreisverbände beteiligt

Auch in Deutschland wird die Fiaccolata durch zahlreiche Veranstaltungen begleitet. Im Landesverband Baden-Württemberg finden diese vom 6. bis 11. Juni 2026 statt. Insgesamt zwölf DRK-Kreisverbände beteiligen sich an der Aktion, darunter auch der DRK-Kreisverband Mannheim mit seinen Ortsvereinen entlang der Bergstraße.

Die symbolische Fackel wird am 6. Juni im Rotkreuz-Landesmuseum in Geislingen abgeholt und anschließend durch verschiedene Stationen in Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis begleitet.

Fahrradtour des DRK Weinheim verbindet Menschen und Einrichtungen

Für den nördlichen Bereich des Kreisverbands hat Prof. Dr. Rudolf Large, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Weinheim und Präsidiumsmitglied des Kreisverbands Mannheim, eine besondere Aktion ins Leben gerufen: eine Fahrradtour entlang der Bergstraße.

Der Start erfolgt am 9. Juni um 8.30 Uhr in Weinheim. Die Route führt über Hemsbach, Laudenbach, Heddesheim, Schriesheim und Hirschberg zurück nach Weinheim. Ziel ist es, Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes, kommunale Vertreter sowie die Bevölkerung miteinander ins Gespräch zu bringen.

Bereits zum Auftakt wird die Gruppe von Weinheims Bürgermeister Andreas Buske verabschiedet. Anschließend stehen unter anderem Besuche im Second-Hand-Laden des DRK, bei den Ortsvereinen entlang der Strecke sowie Treffen mit kommunalen Vertretern auf dem Programm.

Fotoausstellung und Mobile Tafel als Stationen der Tour

Ein besonderer Programmpunkt erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Heddesheim. Dort präsentiert Thomas Tuscher, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Heddesheim und selbst mehrfacher Teilnehmer der Fiaccolata in Italien, eine Fotoausstellung rund um den traditionsreichen Fackellauf.

In Schriesheim macht die Gruppe Halt bei der Mobilen Tafel des DRK-Kreisverbands Mannheim. Anschließend führt die Tour nach Leutershausen, wo der DRK-Ortsverein Hirschberg an der Markthalle einen Informationsstand betreiben wird.

Rückkehr nach Weinheim und Übergabe der Fackel

Gegen 16 Uhr kehren die Radfahrerinnen und Radfahrer zum Quartier West in Weinheim zurück. Dort werden sie von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener DRK-Dienste empfangen, darunter Rettungsdienst, Hausnotruf und Tagespflege.

Die symbolische Fackel wird anschließend von Kreisbereitschaftsleiterin Jennifer Matthäus übernommen. Sie bringt das Zeichen der Hoffnung am 11. Juni nach Nürtingen und übergibt es dort an den Landesverband Baden-Württemberg.

Zeichen für Menschlichkeit und Zusammenhalt

Mit der Fiaccolata setzt das Deutsche Rote Kreuz ein starkes Zeichen für gelebte Humanität. Die Fahrradtour an der Bergstraße verbindet Geschichte, Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt und macht deutlich, dass die Werte des Roten Kreuzes auch mehr als 160 Jahre nach Solferino nichts von ihrer Bedeutung verloren haben.