WWSC Segelregatta auf dem Weinheimer Waidsee: Spannende Wettfahrten bei Frühlingswetter und Yardstick-Wertung
Weinheim. Perfekte Frühlingsstimmung, sonniges Wetter und ein anspruchsvolles Leichtwind-Revier sorgten bei der diesjährigen Segelregatta des WWSC auf dem Weinheimer Waidsee für beste Bedingungen und spannende Wettfahrten. Trotz nur ein bis zwei Windstärken aus nördlicher Richtung, die durch die umliegenden Bäume teilweise abgeschattet wurden, gingen zehn Boote an den Start und lieferten sich packende Rennen auf dem Baggersee.
Regattastart bei schwierigen Windverhältnissen
Treffpunkt für die Teilnehmer war um 10 Uhr am Clubgelände des WWSC (Weinheimer Wassersport- und Segelclub). Nach dem Ausbringen der Bojen erfolgte die Regattabesprechung. Für die Einhaltung der Regeln und den Ablauf verantwortlich waren Juliane Kohl und Lars Wegener.
Aufgrund des schwachen Windes wurde ein angepasster Kurs gewählt: Gestartet wurde in der Nähe der Angler, anschließend hieß es zweimal kreuzen und eine Schleife segeln. Punkt 11.15 Uhr fiel nach einem Signalschuss eine Minute vor dem Start das ersehnte Startsignal.
Mit dabei waren fünf Zweimann-Jollen, vier Katamarane sowie ein Laser, dessen Steuermann bei den sogar eine Kenterung hinnehmen musste – zur Freude der Zuschauer ein spektakulärer Moment, für den Segler Teil des Sports.
Drei Wettfahrten und taktische Herausforderungen
Gesegelt wurden drei Läufe am Stück, bevor um 15 Uhr das traditionelle Angrillen mit allen Vereinsmitgliedern begann. Besonders herausfordernd war an diesem Tag die ständige Suche nach den besten Windfeldern auf dem See. Gerade bei schwachen und drehenden Winden war taktisches Geschick gefragt.



Bilder: Eva Mutzeck
Yardstick-Wertung erklärt: Fairer Wettbewerb für verschiedene Bootsklassen
Besonders spannend macht die Regatta beim WWSC die Yardstick-Wertung, bei der unterschiedliche Bootsklassen fair miteinander verglichen werden.
Beim Segeln mit Yardstick-Wertung erhält jede Bootsklasse eine Yardstickzahl als Korrekturfaktor. Die gesegelte Zeit wird damit bereinigt, sodass nicht zwangsläufig das Boot gewinnt, das als erstes durchs Ziel fährt – sondern das Team mit der besten berechneten Leistung.
Gerade auf einem Revier wie dem Weinheimer Waidsee, auf dem verschiedene Klassen von Laser, 420er, 470er, Korsar bis Katamaranen unterwegs sind, sorgt dieses System für spannende und faire Ergebnisse.
Sieger der WWSC Regatta
In der Wertung der Jollen setzte sich Fabian Kohl gemeinsam mit Vorschoter Julian Knorr durch und sicherte sich den Regattasieg.
Bei den Katamaranen gewann das langjährige Vereinsmitglied Klaus Brunner.
Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: Der Spaß am Segeln stand im Vordergrund, und trotz wenig Wind war es eine rundum gelungene Regatta.
Der WWSC – Segeln mit Tradition seit 1970
Der WWSC Weinheim wurde 1970 von fünf mutigen Pionieren gegründet, die das Revier auf dem damaligen neuen Baggersee für den Wassersport erschließen wollten. Der See entstand bereits 1967 beim Bau der A5 und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel und Heimat der Segelabteilung als Unterabteilung der TSG Weinheim. Aktueller Vorstand ist Christian Hornung.
Heute engagieren sich rund 80 Mitglieder und Angehörige im Verein für den Wassersport. Besonders die Nachwuchsarbeit spielt eine große Rolle: Vom ersten „Wo ist hier eigentlich vorne und hinten?“ bis zum Mann-über-Bord-Manöver wird beim WWSC der Grundstein für seglerisches Können gelegt. Auf dem Waidsee findet im Sommer auch das Opti-Training für den Nachwuchs statt.
Ob Einsteiger, Regattasegler oder ambitionierte Surfer – beim Segelverein am Weinheimer Waidsee finden Wassersportbegeisterte beste Bedingungen.

Segelsport auf dem Weinheimer Waidsee lebt
Die diesjährige WWSC Regatta auf dem Baggersee hat einmal mehr gezeigt: Auch bei wenig Wind entstehen spannende Rennen, starke Gemeinschaft und echte Segel-Leidenschaft.
Mit sportlichem Ehrgeiz, Kameradschaft und dem gemeinsamen Angrillen klang ein rundum gelungener Regattatag aus – und macht schon jetzt Lust auf die nächste Wettfahrt auf dem Weinheimer Waidsee.
Alle hatten viel Spaß – und genau darum geht es beim Segeln am Ende.




