Ein besonderer Gottesdienst mit den Michaelsbrüdern

94-jähriger Pfarrer Schmekal feiert mit seinen Brüdern der Evangelischen Michaelsbruderschaft einen besonderen Gottesdienst im Bodelschwingh-Heim

ür den 94-jährigen Pfarrer Schmekal, der im Bodelschwingh-Heim lebt, war dieser Sonntag ein ganz besonderer. Gemeinsam mit seinen Brüdern der Evangelischen Michaelsbruderschaft sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern des Bodelschwingh-Heims feierte er einen festlichen Gottesdienst mit Abendmahl.

Ursprünglich war die Feier in der hauseigenen Kapelle geplant, aber wegen der Wetterbedingungen wurde der Gottesdienst kurzfristig in die Cafeteria verlegt. Dort entstand mit viel Engagement ein würdiger und festlicher Gottesdienstraum.

Die Evangelische Michaelsbruderschaft

Pfarrer Schmekal gehört selbst seit vielen Jahren der Evangelischen Michaelsbruderschaft an. Die Bruderschaft ist eine geistliche Gemeinschaft innerhalb der Berneuchener Bewegung, die sich für eine Erneuerung des kirchlichen Lebens und eine lebendige, ganzheitlich erfahrbare Spiritualität einsetzt.

Im Mittelpunkt stehen dabei das gemeinsame Gebet, die Feier des Gottesdienstes, die Bibel, die Musik und eine bewusst gestaltete Liturgie. Die Michaelsbrüder verstehen sich als Gemeinschaft, in der der christliche Glaube im Alltag gelebt und weitergegeben werden soll.

Die besondere liturgische Gestaltung war auch in diesem Gottesdienst deutlich zu spüren. Die Michaelsbrüder erschienen in ihren weißen liturgischen Gewändern und verliehen der Feier damit eine besondere Atmosphäre.

Gemeinsam beten, singen und Abendmahl feiern

Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern wurde gesungen und gebetet. Vertraute liturgische Texte wurden von vielen Bewohnerinnen und Bewohnern ganz selbstverständlich mitgesprochen.

Im Mittelpunkt stand die biblische Frage nach dem höchsten Gebot: Gott zu lieben – mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit dem ganzen Menschen.

Gerade in der besonderen Atmosphäre des Bodelschwingh-Heims wurde dieser Gedanke zu einem verbindenden Element. Der Gottesdienst brachte Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Lebensgeschichten zusammen.

Ein besonderer Moment war die gemeinsame Feier des Abendmahls, die den Gottesdienst auf eindrucksvolle Weise abrundete.

Ehrenamt schafft den passenden Rahmen

Damit dieser besondere Gottesdienst trotz der kurzfristigen Verlegung stattfinden konnte, war auch organisatorisches Engagement gefragt.

Julie Jane Schubert, Leiterin der Ehrenamtskultur, unterstützte die Durchführung des Gottesdienstes vor Ort und sorgte gemeinsam mit den Ehrenamtlichen dafür, dass die Cafeteria in kurzer Zeit zu einem würdigen und festlichen Gottesdienstraum wurde.

Mit viel Liebe zum Detail wurde der Raum vorbereitet und alles dafür getan, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Gäste auf die Feier einlassen konnten.

Ein persönliches Wiedersehen für Pfarrer Schmekal

Für Pfarrer Schmekal war der Gottesdienst nicht nur eine Feier mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Bodelschwingh-Heims, sondern auch ein persönliches Wiedersehen mit seinen Michaelsbrüdern.

Nach dem Gottesdienst blieb Zeit für Gespräche und Begegnungen. Bei einem gemeinsamen Essen im Bodelschwingh-Heim ließ die Gemeinschaft den besonderen Tag ausklingen.

Dabei entstand bereits die schöne Aussicht auf ein Wiedersehen: Zum 95. Geburtstag von Pfarrer Schmekal möchten die Michaelsbrüder erneut zusammenkommen.

Ein Tag, der Gemeinschaft schafft

Der Gottesdienst zeigte eindrucksvoll, welche Bedeutung religiöse Gemeinschaft und persönliche Begegnungen auch im hohen Alter haben können. Für die Bewohnerinnen und Bewohner war es ein besonderer Moment, gemeinsam mit Pfarrer Schmekal und seinen Michaelsbrüdern zu feiern.

Ein herzlicher Dank gilt allen Ehrenamtlichen sowie Julie Jane Schubert, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben, dass dieser Gottesdienst trotz der kurzfristigen Planänderung in einem besonderen und würdigen Rahmen stattfinden konnte.

Ein Tag des Glaubens, der Begegnung und der Gemeinschaft – ganz im Sinne der „Herzenszeit: Engagement, das berührt“.